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Hotel Astrid
27, avenue Carnot
75017 Paris - Frankreich
Tel.: 33 (0)1 44 09 26 00
Fax : 33 (0)1 44 09 26 01
paris@hotel-astrid.com
 
 
Die Prinzessin, die aus der Kälte kam, ist ein Geschenk Schwedens. Sie wurde am 17. November 1905 im Königspalast von Stockholm als Tochter des Prinzen Karl von Schweden, Herzog von Westrogothia und Sohn des Königs Oskar II., und der Prinzessin Ingeborg, Tochter von Friedrich VIII. von Dänemark geboren. Astrid Sophia Thyra Lovisa war mit ihren hellen Augen und den schwarzen Haaren ein hübsches Mädchen, pfiffig und natürlich. Sie erhielt die für junge Mädchen aus gutem Hause übliche Erziehung, entwickelte eine Vorliebe für die Märchen und Legenden Ihrer Heimat und verschlang die berühmten Abenteuer des Nils Holgersson. Dessen Autorin Selma Lagerlöf beschrieb ihre junge Leserin als „ein Kind, ebenso rein und unschuldig wie weißer Schnee“.

Die standesamtliche Hochzeit wird am 4. November 1926 in Stockholm gefeiert.
Die strahlende Astrid trägt ein prachtvolles, weißes Satinkleid mit einer perlen- und straßbestickten Schleppe aus Crêpestoff.
Sie trägt einen Kopfschmuck aus Brüsseler Spitze, Myrten als Symbol für Macht und Ansehen sowie Maiglöckchen.
Das Prinzenpaar erreicht Belgien am 8. November, es reist über den Hafen von Anvers ein, der aufgrund seines Renommees gewählt wurde.
Voller Spannung erwartet die Menge die „Schneeprinzessin“.
Von ihrem 20er-Jahre-Hut bis zu ihren Schuhen hat Astrid sich in Weiß gekleidet.
Ihre Schönheit und ihre Anmut übertreffen alle Vorstellungen.
Es wird ganz still:  Belgien liebt seine neue Prinzessin.

Zwei Tage später findet in der Kathedrale Saint Gudule in Brüssel die kirchliche Trauung statt.

Am 4. November 1926 heiratet Leopold die Prinzessin Astrid von Schweden.
Die Braut trägt einen Schleier aus Brüsseler Spitze. Eine große Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf...

Astrid wird von Leopold in Anvers empfangen. Ihr Gruß erlangt Berühmtheit. Hinter dem Brautpaar Prinz Karl von Schweden und König Albert von Belgien...

Als Thronfolgerin eines Landes, das sie kaum kennt, führt Astrid nach und nach ihren persönlichen Stil ein. Instinkiv erreicht sie die Herzen.

Sie besucht die von der Krise 1935 stark heimgesuchten Bergbaugebiete, unterhält sich mit den Arbeitern, überlegt, wie ihnen praktisch zu helfen ist. Niemand wendet sich vergebens an sie. Geld, Zuwendungen, Empfehlungen gehen von Laeken aus unaufhörlich an jene, die sie erbitten. Die Opfer der Wirtschaftskrise haben das Gefühl, dass sie von Astrid nicht vergessen werden.
Die frisch gebackenen Eltern und - seit dem Unfalltod von Albert I. im Jahr 1934 - jungen Landesherrscher Astrid und Leopold werden zum Leitbild für die Jugendbewegung, die sich in Europa ausbreitet. Weit weg von den Greueln des Weltkriegs steht diese neue Generation für Hoffnung und Frieden. Durch den lebhaften Ansporn seitens der Königin sind zahlreiche junge Belgier den Pfadfindern beigetreten, in ihren Augen eine echte Schule fürs Leben. Auch wenn die Königen mit Hilfe von Kopfschmuck, kostbaren Stoffen und Juwelen ihre Stellung bei offiziellen Anlässen unter Beweis stellt, zieht sie im Alltag ein ohne großen Aufwand geschnittenes Kleid, dunkle Schuhe, Strickjacke oder Lodenmantel vor. Wenig oder nicht geschminkt,  so geht sie im volkstümlichen Viertel Marolles spazieren, ansprechbar und entgegenkommend. Die Königin verkörpert die Seele Belgiens und ist eine Ikone, die von jedem ohne Bedenken angesprochen werden kann.
Bei der freudigen Ankunft in Anvers im Jahr 1928 überreichen zwei Frauen Astrid Blumen. Leopold hält sie in den Händen.
Die Königin Astrid von Belgien mit ihrer Tochter Joséphine Charlotte in Begleitung ihrer Schwester, der Prinzessin Martha von Schweden.

Schon zu Lebzeiten wurde sie gegen ihren Wunsch vergöttert. Auf dem offiziellen Portrait, das der schwedische Maler Osterman angefertigt hat, lächelt sie nicht unter ihrem Diadem. Ernst und unerreichbar scheint der Blick das Unvermeidliche zu akzeptieren. „Ach, wenn das Leben nur so bleiben könnte“, seufzte sie manchmal.  Das Schicksal hat es anders gewollt.
Bei einem tragischen Autounfall am 29. August 1935 in der Schweiz kam sie ums Leben. Sie hinterließ drei kleine Kinder, Baudouin (der von 1950 bis 1993 die Nachfolge seines Vaters übernahm), Albert (der jetzige König von Belgien) und Joséphine-Charlotte

 
Hotel Astrid - 27, avenue Carnot - 75017 Paris - Frankreich -Tel.: 33 (0)1 44 09 26 00 - Fax : 33 (0)1 44 09 26 01 - paris@hotel-astrid.com
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